Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen fahren um Bronze - Männer raus
Die deutschen Teamsprinterinnen haben Gold zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai verpasst, aber noch die Chance auf eine Medaille. Die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch setzten sich zwar in 46,276 Sekunden gegen Titelverteidiger Niederlande (46,476) durch, die chinesischen Gastgeberinnen (45,646) und Olympiasieger Großbritannien (45,926) waren in ihren Erstrundenduellen aber schneller.
Das deutsche Trio fährt nun im kleinen Finale um Bronze (ab 13.55 Uhr). In diesem treffen Anfahrerin Schneider, Friedrich und Grabosch auf die neutralen Athletinnen aus Russland, die erstmals seit dem Angriffskrieg in der Ukraine wieder teilnehmen und sich in 46,428 Sekunden gegen Australien durchsetzten. Die Chinesinnen und Britinnen fahren anschließend um den Titel.
Im vergangenen Jahr in Santiago de Chile hatten die Deutschen in anderer Besetzung eine Medaille mit Rang fünf verpasst, damals war Alessa Pröpster für Emma Hinze eingesprungen. Auf die Titelkämpfe 2024 hatte das Erfolgstrio aus Grabosch, Friedrich und Hinze gemeinsam verzichtet. Zuvor waren sie bei Olympia in Paris zu Silber gerast, zwischen 2020 und 2023 zu vier WM-Titeln in Serie. Nach der Geburt ihres ersten Kindes ist Hinze in Shanghai nicht dabei. Die wie Friedrich achtmalige Weltmeisterin soll zur Heim-EM 2027 in Berlin zurückkehren.
Im Teamsprint der Männer scheiterten Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel als Neunte um 13 Hundertstel bereits in der Qualifikation. Erstmals seit 2017 ist damit kein deutsches Trio unter den besten acht Nationen. Neben den niederländischen Topfavoriten (42,351) landeten unter anderem auch Trinidad und Tobago (42,917) und Tschechien (42,940) vor dem deutschen Team (42,953).
Der ambitionierte Frauen-Vierer legte in der Qualifikation die zweitbeste Zeit hin. Die Tokio-Olympiasiegerinnen Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger mussten sich gemeinsam mit Messane Bräutigam in 4:09,978 Minuten nur den Britinnen (4:08,055) geschlagen geben.
In der ersten Runde am Donnerstag trifft das Quartett des deutschen Verbandes German Cycling auf Titelverteidiger Italien (4:10,275). Der Gewinner des Duells fährt im Finale um Gold. Der deutsche Frauen-Vierer hatte bei der WM 2025 Silber gewonnen und peilt erneut eine Medaille an.
Die Männer schafften zu Beginn der Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles ebenfalls den Sprung in die nächste Runde. Als Sechster der Qualifikation treffen Max-David Briese, Tim Torn Teutenberg, Moritz Binder und Benjamin Boos auf den Vorjahresdritten Neuseeland. In Chile hatte das junge deutsche Quartett mit Rang fünf für eine Überraschung gesorgt.
A.Simon--MJ