Kanu-Cheftrainer nach WM-Entscheidung: "Wurden verarscht"
Der deutsche Cheftrainer Thomas Apel hat nach der WM-Entscheidung der Slalomkanuten im Kajak-Einer deutliche Kritik an der Jury des Weltverbandes ICF geübt. "Ich muss auf Deutsch gesagt feststellen: Wir wurden verarscht. Wir wurden einer Medaillenchance beraubt", sagte Apel nach dem vierten Tag der WM im amerikanischen Oklahoma City.
Auslöser des Ärgers war ein Vorfall im Halbfinale der Männer. Hoffnungsträger Noah Hegge (Augsburg) wähnte sich nach einer guten Vorstellung bereits im Endlauf, bekam nach einer umstrittenen Juryentscheidung wegen eines angeblich nicht korrekt befahrenen Tores aber 50 Strafsekunden aufgebrummt. Ein Einspruch blieb ohne Erfolg.
"Das war sehr schwer nachzuvollziehen, wie da die Regelauslegung in der ICF vonstattenging. Solche Situationen passieren am Wettkampf-Wochenende wahrscheinlich 50-mal, jetzt wurde im Halbfinale damit angefangen. Das war schon ziemlich schwer zu verdauen, und da bin ich auch noch mächtig angefressen", sagte Apel.
Von den deutschen Männern schaffte letztlich keiner den Einzug ins Finale der besten zwölf, bei den Frauen überstand zumindest Ricarda Funk das Halbfinale. Am Ende wurde die Tokio-Olympiasiegerin Fünfte, damit wartet das deutsche Team weiter auf die erste Medaille der Titelkämpfe.
S.Fontana--MJ