Schweizer Doppelsieg: Pogacar dominiert wie zuletzt Junkermann
Der beste Radfahrer der Welt hat ein Machtwort gesprochen, Tadej Pogacar reist als hoher Favorit zur Tour de France. Der slowenische Weltmeister gewann zum Abschluss der Tour de Suisse auch die hammerharte Königsetappe und holte sich nach drei Siegen an fünf Renntagen auch die Gesamtwertung der traditionellen Generalprobe für die am 4. Juni in Barcelona beginnende Große Schleife - mit dem größten Vorsprung seit dem Kölner Hennes Junkermann vor 67 Jahren.
Der 27 Jahre alte Kapitän des UAE Team Emirates-XRG setzte sich auf dem finalen Abschnitt mit der dreifachen Überquerung des 1722 m hohen Col de la Croix mit sieben Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Lenny Martinez (Bahrain Victorious) durch. Pogacar hatte sich am Sonntag lange zurückgehalten, erst auf dem letzten Anstieg drehte er auf und sammelte die letzten Ausreißer des Tages ein.
In der Gesamtwertung lag Pogacar, der erstmals in der Schweiz am Start war, 6:32 Minuten vor Tokio-Olympiasieger Richard Carapaz (Ecuador/EF Education-EasyPost) auf Platz zwei. Unter Pogacars 18 Ergebnissen in diesem Jahr - Etappen plus Gesamtwertung - finden sich 13 Siege.
Am Samstag hatte Pogacar bereits das Einzelzeitfahren über 23,7 km gewonnen, zuvor triumphierte er auf der Auftaktetappe nach einem 70-km-Solo mit mehr als zwei Minuten Vorsprung. Bei der stark besetzten Tour de Suisse fuhr der viermalige Sieger der Frankreich-Rundfahrt in seiner eigenen Liga.
C.Durand--MJ